Discgolf

…ist eine jun­ge Sport­art, die in den 70er Jah­ren in den USA ent­wi­ckelt wur­de. 1979/80 bil­de­ten sich in Deutsch­land ers­te Discgolf-Gruppen.

Ziel beim Disc­golf ist, einen Kurs von meist 18 Bah­nen mit mög­lichst weni­gen Wür­­fen zu absol­vie­ren. Von einer fest­ge­leg­ten Abwurf­zo­ne aus wirft die/der Spieler:in die Schei­be in Rich­tung eines Fang­korbs aus Metall. Die/der Spieler:in mar­kiert die Stel­le, wo die Schei­be gelan­det ist, und spielt von dort aus wei­ter. Die Bahn ist zu Ende gespielt, wenn die Schei­be im Fang­korb ver­senkt wur­de. Die Län­ge der Bah­nen beträgt, je nach Par­cours und Schwie­rig­keits­grad, zwi­schen 40 und 250 Metern. Disc­golf wird nach ähn­li­chen Regeln wie Golf gespielt.

Disc­golf ist ein Sport für jede Gene­ra­ti­on, vom Grund­schul­kind bis ins hohe Senio­ren­al­ter. Ent­spann­te Bewe­gung in der frei­en Natur, Spiel­spaß vom ers­ten Augen­blick an und das sozia­le Mit­ein­an­der machen Disc­golf zu einem Spit­zen-Erleb­nis für Fami­li­en und Gruppen.

Disc­golf steht für Wer­te wie Fair­ness, Ach­tung und Respekt, höf­li­cher Umgang mit­ein­an­der und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung. Was die Anschaf­fungs­kos­ten betrifft, punk­tet Disc­golf gegen­über ande­ren Sport­ar­ten. Eine Grund­aus­stat­tung mit drei (Discgolf-)Scheiben ist bereits für 25 bis 30 Euro zu haben.

Da sich Disc­golf-Kur­se der Natur und dem Gelän­de anpas­sen und nahe­zu kei­ne Ein­grif­fe in die Land­schaft nötig sind, erfüllt die Sport­art selbst höchs­te Ansprü­che an Land­schafts­schutz und einen scho­nen­den Umgang mit der Natur.

Ganz beson­ders möch­ten wir an die­ser Stel­le auf den „Disc Golfer’s Code“ hin­wei­sen. (Quel­le: https://www.pdga.com/code)

Disc Golfer’s Code

Nach vor­sich­ti­gen Schät­zun­gen spie­len heu­te rund 3 000 Sportler:innen in Deutsch­land regel­mä­ßig Disc­golf. Der Welt­ver­band, die Pro­fes­sio­nal Disc Golf Asso­cia­ti­on (PDGA), schätzt die Zahl der akti­ven Discgolfer:innen auf eine hal­be Mil­li­on. Zwi­schen acht und zwölf Mil­lio­nen Men­schen, so die PDGA, haben schon ein­mal Disc­golf gespielt.

Es gibt in Deutsch­land eine ste­tig wach­sen­de Zahl fest instal­lier­te Kur­se. Welt­weit gab es Ende 2012 mehr als 3 700 Disc­golf-Anla­gen – davon fast 3200 allein in den USA. Disc­golf wird auch pro­fes­sio­nell gespielt. Auf der PDGA-Tour wer­den jähr­lich mehr als zwei Mil­lio­nen Dol­lar Preis­geld aus­ge­schüt­tet. Die PDGA-Welt­meis­ter­schaft in den USA ist mit rund 100.000 US-$ dotiert.

Sport­li­che Höhe­punk­te der Disc­golf-Sai­son sind die Deut­sche Meis­ter­schaft und die Ger­man­Tour. Die Ger­man­Tour ist eine Tur­nier­se­rie, bei der die Punkt­bes­ten der ver­schie­de­nen Alters­klas­sen (Open, Mas­ters, Grand­mas­ters, Seni­or Grand­mas­ters, Legend, Junio­ren und Frau­en) ermit­telt wer­den. Bei Tur­nie­ren der höchs­ten Kate­go­rie gibt es Preis­gel­der bis zu 3.000 Euro zu gewinnen. 

Der der­zeit erfolg­reichs­te deut­sche Spie­ler ist Simon Lizot­te, der mehr­fach die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten und die Ger­man­Tour gewann. Simon Lizot­te war zudem bereits Euro­pa­meis­ter (2013) und zählt aktu­ell zu den zehn bes­ten Spie­lern der Welt. Er ist der ein­zi­ge deut­sche Spie­ler, der Disc­golf pro­fes­sio­nell betreibt.